Die Reformation gilt im kulturellen wie kirchlichen Gedächtnis meist als Bruch und Neuanfang. Richtet man den Fokus jedoch auf Transformationen, die sich in Theologie und Frömmigkeitspraxis vollzogen haben, legt sich eine andere Sicht nahe. Spätmittelalter und Reformation erscheinen so als eng miteinander verflochtene Epochen. Diesen Ansatz hat Volker Leppin, dem der vorliegende Band gewidmet ist, durch seine Forschungen in besonderer Weise geprägt. Mit seinen Thesen und Forschungen zählt Volker Leppin zu den bedeutendsten Kirchenhistorikern unserer Zeit.