Meine Erfindungen: Autobiographie von Nikola Tesla entfaltet in sechs autobiographischen Skizzen die geistige Werkstatt eines der prägenden Techniker der Moderne. Tesla schildert Kindheitseindrücke, visuelle Denkprozesse, nervöse Sensibilitäten und die Genese seiner elektrischen Apparate, besonders im Umfeld von Wechselstrom, Hochfrequenz und drahtloser Energieübertragung. Der Stil verbindet nüchterne technische Erinnerung mit visionärer Selbstdeutung; literarisch steht der Text zwischen wissenschaftlicher Autobiographie, Erfinderlegende und modernistischem Fortschrittsnarrativ. Nikola Tesla, 1856 im damaligen Kaisertum Österreich geboren und später in den Vereinigten Staaten tätig, war Ingenieur, Physiker, Unternehmer und öffentlicher Intellektueller der elektrischen Epoche. Seine Erfahrungen in europäischen Ausbildungsstätten, bei Edison, in eigenen Laboratorien und im Konkurrenzfeld industrieller Patente prägen das Buch. Ebenso wirksam sind seine außergewöhnliche Vorstellungskraft, sein asketisches Arbeitsethos und sein Wunsch, Erfindung als Dienst an der Menschheit zu begreifen. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die nicht nur technische Geschichte, sondern auch die Psychologie schöpferischer Erkenntnis verstehen wollen. Es bietet keine bloße Chronik von Erfolgen, sondern ein seltenes Selbstporträt, in dem wissenschaftliche Imagination, persönliche Disziplin und utopische Energie eine eindrucksvolle Einheit bilden.