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Ingersoll Lockwood
(1841-1918) war ein amerikanischer Anwalt, Diplomat und Schriftsteller, der vor allem für seine spekulativen und Kinderromane bekannt ist. Seine Werke, darunter die "Baron Trump"-Romane und der dystopische Roman 1900: Or, The Last President, erlangten nach der Wahl von Donald Trump im Jahr 2016 eine unerwartete, moderne Popularität aufgrund verblüffender Ähnlichkeiten.
Leben und Karriere
Frühe Jahre und Diplomatie: Lockwood wurde in Ossining, New York, geboren und stammte aus einer bekannten Anwaltsfamilie. 1862, im Alter von 21 Jahren, wurde er von Präsident Abraham Lincoln zum Konsul im Königreich Hannover ernannt und war damit das jüngste Mitglied des US-Konsulardienstes.
Späte Jahre: Lockwood verbrachte seine letzten Jahre zurückgezogen in Saratoga Springs, New York, wo er 1912 sein letztes Buch, eine Gedichtsammlung, veröffentlichte. Er starb 1918 im Alter von 77 Jahren.
Bemerkenswerte Werke und die Wiederentdeckung
Lockwoods Werke fielen zu seiner Zeit in Vergessenheit, erlebten jedoch eine Wiedergeburt im digitalen Zeitalter durch Verschwörungstheorien, die nach den US-Präsidentschaftswahlen 2016 auf Social-Media-Plattformen zirkulierten.
Die Baron-Trump-Romane (1889/1893): Diese obskuren Kinderbücher erzählen von den fantastischen Abenteuern eines jungen deutschen Adligen namens Wilhelm Heinrich Sebastian Von Troomp, genannt "Baron Trump", der von seinem Mentor "Don" angeleitet wird. Er lebt in "Schloss Trump" und reist unter anderem nach Russland. Die Übereinstimmungen mit Donald Trumps Namen, dem Namen seines Sohnes Barron und einem Mentor namens Don führten zu wilden Spekulationen.
1900: Or, The Last President (1896): In diesem dystopischen Roman löst die Wahl eines Außenseiters als Präsident massive gesellschaftliche Unruhen in New York City aus. Die Geschichte spielt auf der Fifth Avenue - wo sich später der Trump Tower befinden würde - und beschreibt gewalttätige Proteste. Die wahrgenommenen Parallelen zu den Ereignissen nach den Wahlen 2016 und 2020 erregten große
Aufmerksamkeit im Internet.
Kontroverse: Die Ähnlichkeiten zwischen Lockwoods Schriften und zeitgenössischen politischen Ereignissen sind reine Zufälle, die durch die menschliche Neigung, Muster zu erkennen, verstärkt wurden. Lockwood war kein Prophet, aber die sozialen Medien haben die längst vergessenen Werke in ein Werkzeug für Verschwörungstheorien verwandelt.
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