Lise Meitner (1878-1968) ging einen Weg, der für eine Frau auch heute noch
ungewöhnlich ist. Die "höhere Tochter" wurde eine leidenschaftliche Physikerin
und eine Frau, die Gleichberechtigung lebte. Die Nationalsozialisten vertrieben
die Jüdin Lise Meitner 1938 aus Berlin, kurz bevor Otto Hahn die Kernspaltung
entdeckte. Viele kennen Lise Meitner nur als "Mitarbeiterin" von Otto Hahn.
Dabei gehört sie zu den bedeutendsten Naturwissenschaftlerinnen dieses
Jahrhunderts. Während des Zweiten Weltkrieges lehnte die Physikerin alle
Angebote ab, in den Vereinigten Staaten an der Entwicklung der Atombombe
mitzuarbeiten. Bis ins hohe Alter trat Lise Meitner für die friedliche
Nutzung der Atomenergie ein.